Artwork des Jahres

Im gewohnten Cosmos sämtlicher Review-Anlaufstellen ist sie beheimatet. Die Kategorie der besten oder schlechtesten Alben des Jahres. An der einen Stelle hat Künstler A mega abgeliefert und die Charts regiert und Künstler B das Comeback versemmelt. Jaja, schön und gut, weiß ich alles selbst.

Was ich übrigens auch selbst weiß, aber vielleicht Andere noch nicht. Opeth haben mit Sorceress nicht nur musikalisch eines der interessantesten Alben in diesem Jahr veröffentlicht, sondern auch das mit Abstand schönste.

Verantwortlich für das gesamte Albumartwork ist Stammgrafiker Travis Smith (inspired by various nightmares), der unter Anderem auch für Genregrößen wie Katatonia, Anathema, Bloodbath, Devin Townsend oder Nevermore das Artwork gezaubert hat. Sein Portfolio lässt sich auf seiner Homepage seempieces.com bestaunen.
Neben dem wundervoll gestalteten Gatefold befinden sich noch zwei quadratische Artwork Blätter in der Hülle, auf denen die Rückseite mit Lyrics und Credits in calligrafieartiger Schrift versehen sind. Schön und trotzdem noch lesbar.

Natürlich befinden sich die im schlichten schwarz gehaltenen 180g Platten in antistatischen schwarzen Hüllen. Und dieses Mal bin ich auch keines Wegs böse, dass kein Download Code vorliegt. Ich will verdammt nochmal jedes Mal, wenn ich dieses Meisterwerk höre, mir das Cover erneut anschauen und bewundern, die Texte mitlesen und in den Artwork Beilagen versinken.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Musik. Opeth waren früher im Death/Blackmetal Bereich zu Hause. Mastermind Mikael Åkerfeldt verstand es aber diese brachiale Art von Musik zu paaren mit akustischen Parts und vertrackten Arrangements. Stimmlich beherrscht er sowohl die tiefen Growls, als auch eine klare melodische Gesangstechnik. Seit dem im Jahr 2005 erschienenen Album Ghost Reveries bewegen sich Opeth immer mehr in Richtung Progressive/Psychedelic Rock. Seit Heritage (2011) und Pale Communion (2014) kann von Death/Blackmetal keine Rede mehr sein. Viel mehr haben nun zum Teil jazzige oder orientalische Klänge Einzug gehalten. Ich habe wahnsinnigen Respekt vor dieser Band.

Mit Sorceress haben Opeth das vielseitigste und zugleich zugänglichste Album ihrer Karriere hingelegt, produziert von Studiogott Steven Wilson. Ich könnt jetzt auch noch mehr darauf eingehen, aber das wäre Stoff für einen neuen Artikel.

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