Jawknee Music – Backgrounds 12″ LP

jmbShelfPlatten kaufe ich mir immer dann, wenn ich sie durchhören kann. Wenn ich ein Gesamtwerk vor mir habe, dass ich ohne Einschränkungen gerne reinziehe, bei dem alles aus einem Guss ist. Jawknee Music liefert mit seinem neuen Album Backgrounds genau das. Kurz bevor wir die aktuelle Serie zu Homebound Records geplant haben, bin ich über eine Anfrage von stayclosetoyoursoul.com auf Jawknee Music aufmerksam geworden. Ich durfte bei der etwas anderen Form eines Reviews meinen Teil beitragen und als Sänger von fisco ein paar Worte zu Only Fool, dem Opener der Platte, verlieren. Jetzt reden wir aber über die ganze Scheibe.

jmbVinylDas schwarze Vinyl kommt mit schwarzem Label aus der Hülle. Die Aufschrift ist weiß und irgendwie stimmt das alles so, wie es vor mir liegt. So sehr ich mich in den letzten Monaten über farbiges Vinyl gefreut habe, so sehr freue ich mich gerade über diese schlichte Variante. Das ist im Einklang mit dem Coverbild: Gitarre vor dem Regal, Schallplatten, Bücher, CDs dadrin. Alles ist dunkel und ehrlich gehalten. Außerdem freue ich mich über die beiliegenden Lyrics. Schön aufgeräumt, getrennt nach A- und B-Seite, auf zweiseitig bedrucktem Papier. Wie bei Hey Ruin und der Split von Resolution / Up for nothing, liegt auch hier ein Downloadcode bei. Perfekte, runde Geschichte ohne Schnörkel. Die besprochene Auflage gibt es 400x. Es gibt noch eine Edition in orangenem Vinyl. Davon existieren 100 Exemplare.

Jawknee Music hat viel Zwischenmenschliches zu klären und irgendwie geht das im Verlauf der Platte häufiger schlecht aus:

bad news. I’m kinda helpless

jmbLyricsDabei geht es mal etwas schneller zu, wie bei Time Machine oder Go Go Go. Die Melodie bei Messed Up geht sofort in den Kopf. Es finden aber auch ruhige Stücke ihren Weg ins Ohr. Besonders Obstacles und Anchor bleiben mir dort  hängen. Die Songs auf dem Album wirken auf die genau richtige Art und Weise aneinander gereiht. Die Abwechslungen zwischen Minimalbesetzung von Gitarre mit Gesang und ganzem Set an Instrumenten ist gut. Was mir besonders gefällt, ist der variable Einsatz der Stimme. Die ist in mehreren Gesangsarten unterwegs und fühlt sich anscheinend überall zu Hause.

Fazit:
Es gibt Abende, an denen das einzige Licht im Zimmer vom Plattenspieler kommt. Die kommen nicht so oft vor, aber die gibt es. Diese Abende haben jetzt einen weiteren Weggefährten mit dem Namen Jawknee Music. Bei Backgrounds passt vom Cover bis zum Inhalt nahezu alles zusammen. Echt liebevoll gemachtes Album, das einfach so sein kann, wie es eben ist.

Unbedingt anspielen: Obstacles, Anchor, Messed Up

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