Samiam – Astray 12″ LP

Da ich mich nicht entscheiden konnte, worüber ich als nächtes Schreiben möchte, habe ich das kurzerhand mal euch überlassen. Das Ergebnis lautet: Samiam – Astray.

Samiam – wie spricht man das eigentlich aus? Musste ich selbst erstmal kurz recherchieren, um meine Vermutung zu bestätigen. Der Bandname entstand in Anlehnung an die Hauptfigur des Kinderbuches „Green Eggs and Ham“ des amerikanischen Autors Theodor Seuss Geisel (auch bekannt als Dr. Seuss), die den Namen „Sam-I-Am“ trägt. (Quelle: Wikipedia.de)

samiam 2Oft ist es bei Bands so, dass deren Debut oder Frühwerke abgefeiert werden und sie mit der Zeit aus Sicht der Fans an Qualität verlieren. Bei Samiam würde ich dies nicht unterschreiben. Das hier besprochene Album „Astray“ ist im Jahre 2000 erschienen und ist für mich das mit Abstand beste Album der US-Amerikaner, die sich 1988 gründeten und vor „Astray“ acht vorhergehende Veröffentlichungen herausbrachten.

Musik:

Erster Song, Sunshine, bester Song. Gutes Tempo, rotzige Gitarren, treibendes Schlagzeug. Man möchte sich bewegen. Das hohe Tempo wird mit Wisconsin beibehalten. Erst mit Super Brava, der etwas poppiger und unbeschwerter daher kommt, können wir etwas abkühlen. Eigentlich wollte ich nicht Song für Song durchgehen, aber mit Mud Hill trifft man gleich auf das nächste Highlight. Die ultragroovende Mitsingballade. Live besonders genial. Apropos Live. An dieser Stelle möchte ich kurz eine Surfempfehlung einstreuen. Auf der WDR Rockpalast Homepage kann man sich das Westend Indoor Konzert vom 31.10.2000 anschauen, bei dem auch viele Songs von „Astray“ gespielt werden.
Okay, zurück zu den Songs. Da bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Wem die ersten vier Songs gefallen, der wird das Album lieben. Im Verlauf kristallisieren sich noch Dull und How Long als Highlighsongs raus.

Aufmachung:samiam3

Im Autoverkäuferjargon würde man Basismodell ohne Extras sagen. Einfaches Cover mit Artwork, schwarzes Vinyl, s/w Textbeilage und eine weiße Standard Papierhülle. Macht aber nichts, bei diesem Release spricht die Musik auf der Scheibe für sich.

Fazit:

Auch wenn das Teil schon einige Jahre auf dem Buckel hat, zählt Astray für mich zu den zehn besten Punk/Emocore Alben.
Vor ein paar Jahren durfte ich sie im ARM in Kassel live erleben. Zwei Adjektive sind bei mir im Kopf hängen geblieben. Laut und Fett.

Gesamtwertung: 9/10

unbedingt anspielen: Sunshine, Dull, Mud Hill

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