Timeshares – Already Dead 12″ LP

So sehr wie Spotify verflucht wird, so sehr müsste man es auch lieben. Besonders, wenn es um das entdecken neuer Bands geht. Ähnlich wie bei Red City Radio ging es mir auch bei Timeshares. Der Gründe warum ich bei dieser Band bis heute hängen geblieben bin sind zum Einen die stimmliche Vielfalt und zum Anderen die verspielt melodiöse Gitarrenarbeit, umgeben von einer Gesamttightness, bei der man Lust bekommt die New Yorker sich schleunigst live anzusehen.

ts1Ihr 2011er Debutalbum „Bearable“ befindet sich bei mir immernoch in der digitalen Dauerrotation. Leider ist das Vinylrelease in Deutschland schwierig zu bekommen und bei Auslandsbestellungen schrecke ich immer zurück, wenn die Versandkosten höher als der Artikelpreis sind.

Mit ihrem neuen Album „Already Dead“ erscheint auf SideOneDummy Records nun der langersehnte Nachfolger. Bei den Jungs von Green Hell war das Ding für lächerlich günstige 13,90€ vorbestellt (limited Edition).

Musik:
Die Nadel setzt auf, der Opener „State Line to State Line“ beginnt und da sind sie schon, all die Dinge, die ich an Timeshares so mag. Zuerst verspielte Gitarren und dann setzt die Stimme ein, bei der man am liebsten sofort alle Texte auswendig können möchte, um die Texte mitzusingen.ts2
Im Vergleich zum Vorgänger haben sie stellenweise das Tempo etwas heruntergeschraubt, was mich aber komischerweise überhaupt nicht stört. Die Songs funktionieren genau so wie sie sind. Ungeheure Spielfreude und Herzblut sind die beiden Zutaten, die den Sound der Band prägen. Absolutes Albumhighlight: „(Corner of) Park and Park“. Ein ganz besonderer Song, der zum Hüpfen einlädt und etwas arhythmisch ist. Ihr Album wurde übrigens bei ihrem Bassisten Mike Natoli zu Hause aufgenommen. Kann man mal machen!

ts3Aufmachung:
Schönes Coverartwork! Etwas herbstlich. Das Vinyl ist irgendwo zwischen grün und oliv gehalten und befindet sich in einer beideitig bedruckten Hülle. Die eine Seite Lyrics, die andere Bandfoto und Credits. Selbstverständlich liegt auch ein Downoad Code bei.

Fazit:
230 Plays bei last.fm in den letzten 30 Tagen sagen einiges aus über diese Band. Sie machen im Vergleich zu anderen Vertretern dieses Genres nichts besonders gut oder besser, aber dennoch schaffen sie es, dass ich sie immer wieder hören will. Das Album „Already Dead“ ist für mich das erste richtige Highlight des Jahres.

Gesamtwertung: 9/10
Unbedingt reinhören: State Line To State Line, Heavy Hangs, (Corner of) Park and Park

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