ClickClickDecker – Ich glaube Dir gar nichts und irgendwie doch alles 12″ LP

CCD-CoverKevin Hamann begleitet mich mit seiner Musik schon seit einigen Jahren und ist nicht ohne Grund auf Platz 3 meiner last.fm Top-Künstler. Das kommt schon richtig, richtig gut bei mir an, was er da – mittlerweile zusammen mit Oliver Stangl – macht. Die Platte kam in einem Paket mit anderen bisher auf Vinyl veröffentlichten ClickClickDecker Alben, der 7“ Split mit Petula, einer Tragetasche und einem Bildband. Leider habe ich ClickClickDecker erst ein Mal live gesehen. Das hat aber auch schon ausgereicht, um für mich selbst zu bestätigen, dass das Zeug auf den Platten ernst gemeint ist.

Musik:
Bei jedem Durchgang eine neue Entdeckung, eine weitere Dimension. So geht es mir beim Hören. Hype, hype, hype. ClickClickDecker arbeiten mit vielen Instrumenten, Gastmusikern, außergewöhnlichen Geräuschen und schreiben dazu diese Texte, die mich in den jeweiligen Song hineinziehen und lange beschäftigen. Dementsprechend steht der Gesang auch gut im Vordergrund der Produktion, doch die eben erwähne Vielfalt an instrumentaler Begleitung versteckt sich absolut nicht. Für mich heben sich trotz der insgesamt irre hohen Qualität des Langspielers zwei Songs hervor: „Niemand wird’s gewesen sein“ und „Im Wahljahr“ bekommen auch nach vielen Durchgängen immer noch meine volle Aufmerksamkeit, sobald die erste Töne erklingen. Selbst das für mich gewöhnungsbedürftige „Myoklonien“ fügt sich gut in das gesamte Album ein.

CCD_BackAufmachung:
180g-Vinyl dreht auf dem Teller, nachdem es aus dem schön gestalteten Inlay gezogen wurde. Besonders mir dabei die Seite mit einem Foto aus dem Studio und einigen Worten sowohl zu der Produktion, als auch den Gastmusikern. Aus der Hülle kommen neben dem Download-Code noch zwei weitere Dinge: Zunächst mal eine DVD mit dem Dokumentationsfilm „Emmelsbüll und die letzten 12“. Vermutlich sorgt die beiliegende DVD für den unschönen FSK 0 Sticker auf dem äußeren Sleeve. Danach folgt ein 20-seitiges Booklet mit Fotos und den Songtexten zum Album. Das gesamte Artwork passt mit der Stimmung der Platte zusammen und die leicht angeraute Hülle fühlt sich so ehrlich an, wie die Musik von ClickClickDecker nunmal ist. Bei der liebevollen Gestaltung ist das Etikett auf der Schallplatte irgendwie auf der Strecke geblieben. Es wirkt rein funktional gestaltet und macht auf dem Plattenteller keine sonderlich schöne Figur. Bei dem Inhalt ist das aber zu verzeihen.

Fazit:
Wenn das so weiter geht kann ich bei ClickClickDecker meinen „spielt-doch-mal-die-alten-Sachen-Stempel“ getrost in der Tasche lassen. Fast perfektes Release mit schön gestaltetem Booklet, DVD und Download-Code. Klare Empfehlung: nicht nebenbei laufen lassen, sondern immer aufmerksam zuhören.

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